Weine sind eine tolle Ergänzung zu vielen Speisen, sie können einen gemütlichen Abend verbessern und sie sind auch als Geschenk geeignet. Aber sie sind auch eine kleine Herausforderung, denn bei ihrem Kauf gibt es einiges zu beachten – ganz besonders für Veganer.

Denn obwohl zu vermuten wäre, dass Wein doch vegan sein müsste, ist das nicht grundsätzlich der Fall. Deshalb sollte ein gewisses Grundwissen in Sachen Wein für Veganer selbstverständlich sein, damit er nicht beim Kochen oder auch aus dem Glas konsumiert wird, ohne zu wissen, was ihm Qualität und seinen Status als vegan beschert.

Wein: Wann ist er vegan?

Da Wein aus Trauben gewonnen wird, sollte er doch vegan sein. Falsch gedacht, die meisten Weine sind tatsächlich nicht für Veganer geeignet, da im Herstellungsprozess viele Hilfsmittel verwendet werden können. Dazu zählen unter anderem Hühnereiweiß und Milchprodukte.

Leider gibt es aktuell keine einheitliche Etikettierung oder Kennzeichnung für vegane Weine. Somit sind Käufer darauf angewiesen, dass ein Label freiwillig hinzugefügt wurde. Das BIO-Label ist dabei nicht gleichbedeutend mit vegan, die Kennzeichnung der Europäischen Veganer-Union steht allerdings dafür, dass keine tierischen Produkte enthalten sind oder im Herstellungsprozess verwendet wurden.

Wein kaufen: Das sollte er kosten

Da ohne ein entsprechendes Label davon ausgegangen werden muss, dass Weine nicht vegan sind, schränkt das den Kauf einer Flasche schon mal bedeutend ein. Somit haben Veganer nicht die gleiche Auswahl wie andere Menschen – was aber auch ein Vorteil sein kann, denn das Weinangebot kann recht überwältigend wirken.

Das liegt daran, dass Wein von 2 Euro bis 20 Euro in den meisten Supermärkten zu finden ist. Hinzu kommen noch Fachhändler für Wein, bei denen auch Weine ab 20 Euro aufwärts zu finden sind. Wenn das nicht ausreicht, was die Auswahl angeht, dann kommen noch Fragen nach Sorte und Jahrgang hinzu. Das kann schon mal überfordern.

Die Antwort auf die Frage, wie viel ein Wein kosten sollte, lautet: Es kommt auf den Anlass an. Wer sich abends ein Gläschen gönnen möchte, der ist mit einem Wein für 6 bis 8 Euro schon gut bedient. Bei Preisen darunter ist die Qualität eher mau. Für das Gelegenheitsglas oder zum Kochen sind Preise über 12 Euro aber auch nicht nötig.

Ist der Wein allerdings als Geschenk beziehungsweise für einen besonderen Anlass gedacht, dann sollte von den Supermarkt-Weinen Abstand genommen werden. 30 Euro und mehr sollten schon investiert werden und eine schöne Aufmachung (z.B. eine Holzverpackung) verleihen dem Wein noch etwas mehr Charme. So ist er für Geburtstage, Hochzeiten oder als Geschenk für den Chef ziemlich gut geeignet.

Weine entdecken: Die schönsten Weinregionen

Um herauszufinden, welcher Wein der richtige für die eigenen Bedürfnisse ist, muss getestet werden. Man kann sich zwar vom Experten beraten lassen oder auch online nach Tipps suchen, um die Suche etwas einzuschränken. Doch am Ende des Tages wissen alle Weinliebhaber, dass Probieren über Studieren geht.

Es kann daher ganz interessant sein, sich vegane Weine aus allen wichtigen Weinregionen der Welt anzuschauen. Dazu gehört unter anderem auch Deutschland, denn in Franken und der Pfalz wird beispielsweise toller Wein produziert. Aus Italien ist vielen Wein aus der Toskana bekannt. Richtiger Vorreiter ist natürlich Frankreich mit Bordeaux, Burgund oder auch Champagne.

Aber auch weltweit gibt es Weinregionen, die einen Geschmackstest verdienen. Australien, Neuseeland, Südafrika oder auch Argentinien haben riesige Weinanbaugebiete. Für Veganer wird es allerdings schwierig, die besten veganen Weine aus diesen Regionen im Markt um die Ecke zu finden. Fast immer ist hier sinnvoll, einen Blick in die vielen Onlineshops für Weinliebhaber zu werfen, die auch Angaben zum Herstellungsprozess machen oder eine Beratung per Chat und Telefon anbieten.

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